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Rechnitz (Der Würgeengel)

von Elfriede Jelinek
Schauspielhaus Zürich

Abstract
„Ab in die Schweiz! Auf in die Schweiz!“ In ihrem Stück „Rechnitz (Der Würgeengel)“ berichtet Elfriede Jelinek von einer überstürzten Abreise. Man will schnell weg von Schloss Rechnitz an der österreichisch-ungarischen Grenze, die Rote Armee steht vor der Tür. Im Fluchtauto sitzen die Schlossherrin (die „Gräfin“ hat noch eine Adresse im Tessin) und ihre beiden Begleiter, der Schlossverwalter und der SS-Ortsgruppenführer. Die Männer und andere Gäste auf Schloss Rechnitz haben Stunden vorher bei einem Massaker 180 jüdische Zwangsarbeiter erschossen. Jelinek zeigt in ihrem 2009 zum „Stück des Jahres“ gewählten Text, dass kein Friede möglich ist, solange die Verbrechen der Vergangenheit ungesühnt bleiben. Das Publikum begibt sich bei dieser Aufführung auf die Reise. Diese beginnt am Pfauen und endet dort, dazwischen fährt ein Bus die Zuschauer an einen unbekannten Ort.

Besetzung
Schauspiel: Isabelle Menke
Regie: Leonhard Koppelmann
Bühnenbild: Nadja Schrader
Kostüm: Agnes Raganowicz
Dramaturgie: Roland Koberg

Regieassistenz: David Koch
Dramturgische Mitarbeit / Video: Andrea Salzmann
Produktionsleitung: Johanna Grilj
Technische Leitung: Paul Lehner
Ton und Video: Andi A. Müller
Ton und Video: Holger Wendt
Beleuchtung: Sascha Haenschke
Technische Einrichtung: Beat Fluck

Schauspielhaus Zürich
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