Andrea Salzmann

Statistic Rope


Performative Installation
In Andrea Salzmanns Rauminstallation, die aus sechs bodenlangen schwarzen Seilen auf welchen insgesamt 48 Spiegel in unterschiedlichsten Größen angebracht sind, besteht, setzt die Künstlerin italienische und österreichische Asylstatistiken in ein Verhältnis. Sie verwendet dabei die Zahlen der gestellte Asylanträge als auch die positiv bzw. negativ Bescheide aus ingesamt 35. Jahren.
Diese Zahlen übersetzt sie in eine begehbare Installation aus Spiegelkreisen in welchen sich die Besucher*innen selbst aber auch die anderen sehen. Der Abstrakten Größe von Zahlen stellt sie so das fragmentiert und verdoppelte Selbst entgegen. Dies steht in einer klaren Opposition zur derzeitigen Anonymisierung und Entmenschlichungsstrategie der europäischen Politik, die Asylsuchende lieber weit von ihren Grenzen wissen möchte.
Hinzu kommt eine Komposition von Sebastian Meyer, der durch eine akustische Übersetzung von Statistiken auf eine auditive Ebene, eine emotionale Wirklichkeit entwirft, die bewusst mit Wiederholungen arbeitet und somit den Eindruck erweckt als müsste es doch ein Entkommen aus diesem System geben.

Vielen Dank an Hannes Egger für die Recherche des italienischen Zahlenmaterials.

Credits:
Installation, Konzept: Andrea Salzmann
Sound, Komposition: Sebastian Meyer









exhibited at:
Südtiroler Künstlerbund